Kreaturen mit gefalteten Flügeln

Faltenwespen


Frühe Lehmwespe

(Ancistrocerus nigricornis)

Nach der Begattung sterben die  dieser Kreatur, die  überwintern und erscheinen im Frühjahr wieder. Nester werden aus Lehm in Hohlräumen, Röhren, Löchern wie Nisthilfen, Mauerrissen oder Pflanzenstängeln (Holunder- oder Beerenstängeln) gebaut. Diese Kreaturen legen ein Ei in jede Zelle und bringen gelähmte kleine Falterraupen ein. Wenn die Larven schlüpfen, ernähren sie sich von dieser Beute.

Auftreten: Rote Liste in Überarbeitung!
Größe:

♀ max. 13 mm

max. 10 mm

Lebensraum: feuchte Gebiete, offene Landschaften
Herkunft: heimisch in der Paläarktis
Nahrung

Imago: Pflanzensäfte, Honigtau, Nektar

Larven: Raupen von Faltern

Phänologie:

♀ Februar - Oktober

♂ Juni - September


♀ 07.03.2026
♀ 07.03.2026

Haus-Feldwespe

(Polistes dominula)

Weil sie ihre Nester aus papierähnlichem Material bauen, werden diese Kreaturen auch als „Papierwespen" bezeichnet. SIe zählen in Deutschland zu den nicht gefährdeten Arten, allerdings ist zu erwarten, dass sich aufgrund der Menschen und ihr Eingreifen in die Natur die natürlichen Lebensräume der Haus-Feldwespe vermindern.

Auftreten: Rote Liste in Überarbeitung!
Größe:

♕ max. 18 mm

max. 15 mm

Lebensraum: bevorzugt auf offenem, trockenem Gelände
Herkunft: heimisch in Europa, Asien
Nahrung Insekten, Baumsäfte und Nektar
Phänologie: April - September

12.05.2024
12.05.2024

Diese Kreatur zählt zur Familie der Faltenwespen: Wenn sie ruht, faltet sie ihre Vorderflügel zweimal in Längsrichtung. Sie ist außerordentlich friedfertig und erscheint nicht als aufdringlicher Gast am Kuchentisch, kann aber auch stechen. Insbesondere zur Nestverteidigung kann dieses Verhalten vermehrt auftreten.

09.05.2024
09.05.2024

Merkmale:

Diese Kreatur ist deutlich schlanker als viele andere Wespen und man erkennt sie gut an ihren ab dem dritten Geißelglied orange gefärbten Fühlern und Beinen. Ihre langen Beine hängen beim Fliegen nach unten, so dass sie auch an ihrem etwas trägen Flug zu erkennen ist. Ihr Hinterleib, der ähnlich wie ein Tropfen geformt ist, ist variabel gelb-schwarz gefärbt. Auf dem zweiten Hinterleibssegment sind zwei auffällige gelbe Flecken erkennbar, während die anderen Tergiten gelb gestreift sind. Die Unterseite des letzten Hinterleibssegmentes ist gelb. Meist ist der Kopfschild (Clypeus) vollkommen gelb (siehe 21.07.24), bei südlicheren Individuen auch mit einem schwarzen Fleck in der Mitte versehen (siehe 12.05.2024). Ihre Facettenaugen sind nierenförmig.

21.07.2024
21.07.2024

„Namens-Verwirrung bei den Feldwespen. Wissenschaft steht nicht still, es kommt immer wieder zu neuen Erkenntnissen über Artabgrenzungen und Verwandtschaftsbeziehungen. Das trifft auch auf die Feldwespen zu und auf die Haus-Feldwespe als unsere häufigste heimische Art. Bis vor einigen Jahren lautete ihr wissenschaftlicher Name Polistes gallicus, also „Gallische Feldwespe“. Inzwischen heißt sie Polistes dominula, trotz Umbenennung haftet ihr der alte deutsche Name aber noch an. Das ist deswegen knifflig, weil der alte Name neu an eine andere, im Mittelmeerraum verbreitete Feldwespe vergeben wurde. Zu allem Überfluss wandert diese „neu etikettierte“ Polistes gallicus klimawandelbedingt nun auch nach Deutschland ein [...].“ [NABU]

01.07.2025
01.07.2025

Hornisse

(Vespa crabro)

Die Hornisse kann durchaus ein wehrhaftes Tier sein, wenn es darum geht, ihr Nest zu verteidigen. Die Gefährdung für Menschen und deren Haustiere wird in aller Regel jedoch übertrieben – so greifen Hornissen niemals grundlos an, sie sind sogar scheuer als Honigbienen und ziehen es immer vor, einem Konflikt durch Flucht auszuweichen. Hornissen, die sich nicht in der direkten Umgebung ihres Nestes befinden, stechen nur, wenn sie gequetscht werden.

 

Diese Kreatur ist eine nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützte Art.

Auftreten: geschützt (in Überarbeitung)
Größe:

♕ bis 35 mm

♀ bis 25 mm

♂ bis 28 mm

Lebensraum: Nistplätze: Baumhöhlen, alternativ Vogelnistkästen o.ä.
Herkunft: heimisch in Europa, Asien, Nordafrika
Nahrung:

Insekten

Phänologie:

April - Oktober


18.05.2024
18.05.2024

In ihrem großen Verbreitungsgebiet besitzt diese Kreatur einige Varianten der Färbung und Zeichnung. Diese treten teilweise regional gehäuft auf und sind von früheren Taxonomen vielfach als Unterarten beschrieben worden. Typisch für Mitteleuropa sind Tiere mit zwei v-förmig angeordneten roten Längsstreifen oben auf dem mittleren Rumpfabschnitt und rot gefärbter Stirn, als var. germana bezeichnet (siehe Foto).

18.05.2024
18.05.2024