(Metellina segmentata)
Oft warten mehrere wesentlich kleinere ♂︎ in der Nähe des Netzes des ♀︎, bis sie paarungswillig wird. Um nicht als Beute gesehen zu werden, balzt und kopuliert das ♂︎ nur, wenn das ♀︎ mit Fressen beschäftigt ist. Dazu beißt das ♂︎ bereits die als Vorrat eingesponnene Beute aus dem Netz des ♀︎ und überreicht es ihr als Brautgeschenk. Die Paarung dauert nur wenige Minuten. Die Eier überwintern im Kokon.
Die ♀︎ fallen zuweilen Spinnen der Gattung Ero (Spinnenfresser) zum Opfer: Diese imitiert die ♂︎ Zupfsignale an den Balzfäden des Radnetzes und locken die ♀︎ so aus dem Netz, wo sie dann erbeuten.
| Auftreten: | ungefährdet, sehr häufig |
| Größe (Körper): |
♀︎ max. 9 mm ♂︎ max. 7,5 mm |
| Lebensraum: |
offene und halboffene Habitate (Kraut- und Strauchschicht) |
| Herkunft: | heimisch in der Paläarktis |
| Nahrung: | kleine Insekten |
| Phänologie: | August - Oktober |
Merkmale:
Das Vorderkörper ist hell und glasig und weist eine dunkle gabelförmige Zeichnung auf. Der Hinterkörper weist eine Blattzeichnung auf, die durch die variable Fleckfärbung aber auch undeutlich sein kann. Die meisten Tiere sind gelb und braun gefleckt (Bild oben), es kommen jedoch auch rötliche (Bild unten), kontrastreiche Farbvarianten vor. Die Beine sind hellbraun mit dunklen Ringeln.
♀︎ 25.08.2024
Beute:
Diese Kreatur baut relativ kleine, schräg bis waagerecht aufgehängte Radnetze mit 20 bis 25 Speichen. Die Fäden in der Mitte werden nach Fertigstellung herausgebissen, so dass eine offene Nabe
entsteht. In der Mitte ihres Netzes wartet diese Kreatur auf Beute. Gefangene Beutetiere werden in Vorratspaketen in der Mitte des Netzes gelagert. Durch das verabreichte Gift werden die
Beutetiere bereits vorverdaut.
(Tetragnatha montana)
Diese Kreatur ist leicht zu übersehen - trotz ihrer Größe. Durch den sehr schlanken Körperbau und den Umstand, dass sie in Ruhehaltung ihre Beine eng zusammen nach vorn und hinten strecken, sind sie selbst auf einem Grashalm kaum auszumachen.
Streckerspinnen bauen radienarme Radnetze mit offener Nabe.
Die ♂ dieser Kreatur vollziehen kein Werbezeremoniell, sondern ergreifen direkt die Partnerin mit ihren Kieferklauen. Durch den Griff des ♂ ist das ♀ nicht in der Lage, dieses anzugreifen. Nach der Paarung trennen sich die Partner.
| Auftreten: | ungefährdet, sehr häufig |
| Größe: |
♀ max. 11 mm ♂ max. 9 mm |
| Lebensraum: | in der Nähe von Gewässern in Gebüschen, an Gräsern |
| Herkunft: | heimisch in Europa |
| Nahrung: | kleine Insekten (Fliegen, Mücken) |
| Phänologie: | Mai - September |
