(Pyrrhocoris apterus)
Im Volksmund heißen diese Kreaturen auch Feuerkäfer, aber die sehen ganz anders aus. Entscheidender Unterschied zu den Käfern ist der spezielle Stechrüssel. Dieses Saugorgan brauchen die Wanzen zum Überleben: Ihre Nahrung sind überwiegend trockene Samen mit harter Schale, z.B. von Stockrosen oder Linden. Durch diese Panzerung müssen Feuerwanzen stechen, bevor sie ihre Verdauungsenzyme einleiten und die Samen aussaugen können. Hier ist mir eine Kreatur begenet, die ihr Samenkorn beschützt - der Blick zeigt, dass sie Angst hat, dass ich es ihr klauen möchte.
| Auftreten: | ungefährdet, sehr häufig |
| Größe: |
♀♂ max. 12 mm |
| Lebensraum: | Bodennähe von Laubbäumen (z.B. Linden, Rosskastanien, Akazien), Malven und Hibiskus |
| Herkunft: | heimisch in Europa, Asien, Nordafrika |
| Nahrung: | Pflanzensäfte (z.B. Samen), tote Insekten |
| Phänologie: |
Nymphe: Mai - August Imago: März - Herbst (überwintern) |
Nymphe:
Diese Kreatur entwickelt sich über fünf Nymphenstadien. Die Entwicklung vom Ei bis zum imaginalen Insekt benötigt hier etwa zwei bis drei Monate. Die Nymphe kann man an ihrem überwiegend rot gefärbten Hinterleib erkennen, auf dem sich nur entlang des Rückens mehrere kleine schwarze Flecken befinden (siehe kleine Kreatur auf dem Bild).
Paarung:
Diese Kreaturen paaren sich im Frühjahr (April/Mai) und manchmal erneut im Spätsommer, wobei sie oft stunden- bis tagelang (bis zu 30 Stunden oder länger) mit den Hinterleibern verbunden bleiben. Dieses Verhalten dient dazu, Konkurrenten abzuwehren und die eigene Genweitergabe zu sichern. Das größere Weibchen zieht das Männchen dabei meist hinter sich her.
