(Opilio canestrinii)
Diese Kreatur war ursprünglich in Italien verbreitet und hat etwa um 1970 die Alpen Richtung Norden überqueren können, vermutlich mit Gütertransporten. Die ersten Nachweise nördlich der Alpen stammen aus Deutschland (1974) und der Schweiz (1977). Um 1978 herum war Deutschland von der Art schon fast überall besiedelt worden und sie breitete sich in wenigen Jahren über ganz Mitteleuropa aus.
| Auftreten: | ungefährdet (nicht bewertet) |
| Größe (Körper): |
♀︎ max. 8 mm (ohne Beine) ♂︎ max. 6 mm (ohne Beine) |
| Lebensraum: | unbewaldete Lebensräume |
| Herkunft: | Neobiota, aus Südeuropa (Italien) eingewandert |
| Nahrung: | kleine lebende oder tote Insekten |
| Phänologie: | Juni - November |
♀︎ 01.07.2025
(Phalangium opilio)
Wie viele Augen hat diese Kreatur? - Sechs! Weil nur zwei von ihnen auf den ersten Blick zu erkennen sind, waren Forschende bisher davon ausgegangen, dass diese Kreaturen keine weiteren Augen besitzen. Nun jedoch entdeckte man zufällig zwei weitere Augenpaare. Mit fluoreszierenden Markern hatte man Proteine gekennzeichnet, die nur in Augen vorkommen. Unter dem Mikroskop leuchteten dann sechs Augenpaare: eines am Kopf des Tieres, eines mittig darunter und eines seitlich über den "Schultern". Als evolutionäre Überbleibsel bleiben die zusätzlichen Augen jedoch verkümmert. Weil sie für die Weberknechte aber scheinbar überflüssig waren, haben sie sich im Laufe der Zeit wohl zurückgebildet [Geo].
| Auftreten: | ungefährdet, sehr häufig |
| Größe: |
♀︎ max. 7 mm (ohne Beine) ♂︎ max. 6 mm (ohne Beine) |
| Lebensraum: | offenes Gelände, Wiesen, Trockenrasen, Wegesränder |
| Herkunft: | heimisch in Europa, Nordafrika, Asien |
| Nahrung: | mikroskopisch kleine Gliederfüßer, tote Insekten |
| Phänologie: | Juni - November |
