(Pisaura mirabilis)
Ihren Namen verdankt diese Kreatur dem Balzverhalten des ♂︎. Dieses nähert sich dem ♀︎ mit einem Brautgeschenk, z.B. ein eingesponnenen Insekt. Nimmt sie es an und beginnt zu fressen, führt er seine Begattung durch, hält aber das Brautgeschenk mit seinem dritten Beinpaar weiterhin fest. Beendet das ♀︎ dann das Schäferstündchen, versucht das ♂︎ ihr das Geschenk wieder zu entreißen. Es kommt zu einem typischen Ehestreit, bei dem das Geschenk zerreißt und das ♀︎ meist den größeren Teil behält.
| Auftreten: | ungefährdet, sehr häufig |
| Größe: |
♀︎ max. 15mm ♂︎ max. 13 mm |
| Lebensraum: | besiedelt fast alle Habitate, bevorzugt jedoch feuchte Lebensräume |
| Herkunft: | heimisch in ganz Europa |
| Nahrung: | Fliegen und Mücken |
| Phänologie: | März - November |
Das ♀︎ legt ihre Eier in einem Ei-Kokon ab, den sie mit sich herumträgt (Bild unten). Nur zum Fressen legt sie ihn kurz versteckt ab, um ihn später wieder zu holen. Dabei merkt sie sich nur den Ort und erkennt den Kokon nicht als solchen. Kurz vor dem Schlupf beißt das ♀︎ kleine Öffnungen in den Kokon, um der Brut das Schlüpfen zu erleichtern. Nach dem Schlupf hängt sie den Kokon an einer geschützten Stelle auf und bewacht ihn noch einige Zeit.
Merkmale:
Ein auffälliges Merkmal dieser Kreatur sind die langen Beine, von denen das vierte das längste ist (Beinformel 4-2-1-3, der Größe nach geordnet), und der schlanke Hinterleib. Der Vorderkörper hat eine sehr variable Grundfärbung, die von Hellbraun über meist Rotbraun und Grau bis Schwarz reicht. Er trägt in der Mitte einen hellen, deutlich abgesetzten Längsstrich. Der Hinterkörper ist lang und schmal, nach hinten verjüngt und auf dem Rücken mit einer breiten, dunkel gerandeten Zackenbinde versehen.
