Puschelige Kreaturen

Wollschweber


Großer Wollschweber

(Bombylius major)

 

Trotz ihrer plumpen, pelzigen Gestalt sind diese Kreaturen äußerst schnell und wendig. Die Fähigkeit, auf der Stelle zu schwirren, gibt mir die Möglichkeit, sie vor Blüten auch im Flug scharf abzubilden.

 

Auftreten: keine Rote Liste!
Größe: max. 12 mm
Lebensraum: Weg- und Waldränder, Lichtungen
Herkunft: Europa, Nordafrika, Asien und Nordamerika
Nahrung:

Imago: Nektar

Larven: parasitoid

Phänologie:

April - Juni

Wirt:

Solitärbienen, Grabwespen


25.05.2026
25.05.2026

Nach der Paarung wirft das  in ruckartigem Flug die Eier vor die Eingänge von Wildbienennestern; dabei benetzt es die Eier zum Schutz mit Sand. Die geschlüpften und sehr beweglichen Larven dringen eigenständig in die Wirtsnester ein und ernähren sich zunächst von den Vorräten und später von den Wirtslarven. Die Larven dieser Kreatur sind anfangs mit beweglichen Beinen ausgestattet, nach der ersten Häutung besitzen sie eine madenartige, beinlose Gestalt und können sich nur schlecht bewegen. Sie überwintern als Puppe, die Imagines schlüpfen ab März.

 

05.04.2025
05.04.2025

Diese Kreaturen sind dicht behaarte Fliegen, die aufgrund ihres Aussehens auch Hummelschweber oder Trauerschweber genannt werden. Die Imagines nehmen nur Nektar zu sich, den sie ähnlich wie Kolibris schwebend saugen. Sie können durch ein Sonnenbad aufgeheizt beachtlich schnell fliegen und sind sehr wendig. Mit ihrem langen Rüssel schweben sie hier über Vergissmeinnichtblüten (s.u.) und schaffen es, schon im Anflug ihren Saugrüssel zum Nektar abzusenken. Nur wenn sie fündig werden, landen sie kurz. Meist setzen sie nur mit den Vorderbeinen auf und "stehen" vor der Blüte in der Luft.

 

19.04.2025
19.04.2025